Projekt

Klärschlammentsorgung Straubing


Die Projektpartner Bayernwerk Natur GmbH, SüdWasser GmbH und die Straubinger Energie- und Reststoffverwertungs GmbH realisieren am Standort der Kläranlage Straubing eine Monoverbrennungsanlage für die Verwertung kommunaler und kommunalähnlicher Klärschlämme.



Die geplante Anlagenkapazität beläuft sich auf 120.000 t/a Klärschlamm, der sich aus entwässerten und getrockneten  Schlämmen verschiedener Herkunft und Charakteristika zusammensetzt. Als Herzstück der Anlage kommt eine sog. stationäre Wirbelschichtfeuerung zum Einsatz; eine für die Klärschlammverbrennung seit Jahrzehnten bewährte Technologie. Die im Klärschlamm enthaltene Organik verbrennt dort und setzt dabei Energie in Form von Wärme frei. Schadstoffe wie Mikroplastik, organische Verbindungen, pathogene Keime und Spurenstoffe werden sicher zerstört.

Schwermetalle und Luftschadstoffe wie Schwefeldioxid und Chlorwasserstoff werden in der nachfolgenden Rauchgasreinigung auf ein für Mensch und Umwelt irrelevantes Minimum reduziert.

Die in der Wirbelschicht freigesetzte Wärme erzeugt im nachgeschalteten Kessel Dampf, der in einer Turbine entspannt wird und Strom über den gekoppelten Generator erzeugt. Neben klimaneutralem Strom erzeugt die Anlage Wärme, welche teilweise zur Trocknung der angelieferten Klärschlämme genutzt wird. Ferner kann Wärme für ein Nahwärmenetz bereitgestellt werden. Die Monoverbrennungsanlage erzeugt somit regenerative Energie in Form von Strom und Wärme. Neben einem energieautarken Betrieb kann dadurch auch eine Versorgung von bis zu 2.500 Haushalten mit Strom oder Wärme dargestellt werden, was einer C02-Einsparung von bis zu 3.500 Tonnen bei Stromnutzung bzw. 11.300 Tonnen bei Wärmenutzung entspricht. Damit leistet die Anlage im Raum Straubing einen wichtigen Beitrag zur Energiewende.

Aus den bei der Verbrennung entstehenden sog. Monoaschen wird wertvoller Phosphor zurückgewonnen, wodurch knappe natürliche Ressourcen geschont und Kreisläufe geschlossen werden. Die Rückstände aus der Rauchgasreinigung werden, soweit möglich, einer stofflichen Verwertung zugeführt. Nicht verwertbare Mengen werden unter Tage sicher deponiert.

Das Verfahren bietet somit nachfolgende Vorteile:

  • Nachhaltige regenerative Stromerzeugung 
(ausreichend für ca. 2.500 Vier-Personen-Haushalte)
  • Nachhaltige Bereitstellung von Wärme
  • Sichere und umweltschonende Entsorgung von 
Klärschlämmen
  • Rückgewinnung von wertvollem Phosphor

Kennzahlen Monoverbrennungsanlage Straubing:

Jahreskapazität: Bis zu 120.000 t/Jahr (davon 108.000 t mechanisch entwässerter Klärschlamm
(TS=25%, sowie 12.000 getrockneter Klärschlamm (90%))
Überschussstrom: ausreichend um 2.500 4-Personen-Haushalte mit Strom zu versorgen
Treibhausgas-
minderungspotenzial:
3.566 Tonnen CO2 bei Stromeinspeisung. Oder 11.310 Tonnen CO2 bei Wärmenutzung
Ofentyp: Stationäre Wirbelschicht